Das 10 Minuten Abendritual, für mehr Gelassenheit und Selbstliebe

Selbstliebe fällt nicht einfach vom Himmel, sie möchte kultiviert werden! Mit diesen vier Schritten kannst du aktiv mehr Selbstliebe in dein Leben einladen!

Viele Menschen behaupten von sich, natürlich bin ich selbstsicher und natürlich schätze bzw. liebe ich mich selbst! Doch ganz oft handelt es sich bei solchen Überzeugungen eher um Floskeln, als um wahre, spürbare Selbstliebe.

Denn Selbstliebe ist und bleibt nicht einfach da, ich bin der Meinung, dass sie tatsächlich von uns kultiviert und praktiziert werden darf.

Anzeichen dafür, dass deine Selbstliebe noch Potential nach oben hat

Das erkennst du zum Beispiel daran, dass die Fassade der Selbstliebe schnell zu bröckeln beginnt, wenn die Dinge, ich sage mal, nicht ganz so rund laufen. Zum Beispiel:

  • Du bekommst Kritik von aussen, und plötzlich fühlst du dich nicht mehr ganz so groß und selbstsicher.
  • Dein innerer Dialog, also wie du selbst mit dir sprichst und denkst ist nicht ganz so freundlich.
    Als bestes Mittel, um selbstschädigenden inneren Dialog festzustellen eignet sich folgende Frage:

„Würdest du mit deiner besten Freundin, mit deinem besten Freund, genau so sprechen?“

Wenn nicht, ist das ein wertvolles Indiz dafür, dass du ruhig eine Spur netter zu dir selbst sein kannst 😉

  • Wenn es in deinen zwischenmenschlichen Beziehungen nicht ganz harmonisch läuft, beginnst du den Fehler an dir zu suchen und zweifelst an dir als Mensch. Als Schlussfolgerung daraus, bist du wenig konsequent, wenn es um die Durchsetzung deiner Bedürfnisse geht.
  • Wenn du in stressige oder ungewohnte Situationen kommst, neigst du dazu, dich zu verstellen und nicht mehr dein authentisches Selbst zu zeigen – du legst quasi eine Art Maske auf.
  • Du begibst dich in Situationen oder tust Dinge, von denen du rational weißt, dass sie dir auf Dauer nicht gut tun.

Klassisches Beispiel ist der Raucher, der immer wieder zur Zigarette greift, obwohl er weiß, dass es ihm und seinem Körper Schaden zufügt.

Subtiler wird es, wenn es darum geht, dass wir uns immer wieder Beziehungspartner wählen, die uns das Leben alles andere als leicht machen.

Warum ist es so wichtig wahre Selbstliebe zu kultivieren?

So hart es klingt, wahre Selbstliebe ist die Grundvoraussetzung dafür, dass dich auch andere Menschen aufrichtig lieben können.

Denn wie soll dich ein anderer Mensch, besonders dein Beziehungspartner annehmen wie du bist, mit all deinen Ecken und Kanten, wenn du selbst es nicht tust? Und diesen Zweifel auch dementsprechend ausstrahlst?

Wie im Innen so im Außen!

Ausserdem halte ich es besonders in der heutigen Leistungsgesellschaft für eine Notwendigkeit, lieb zu dir selbst zu sein. Es ist eine wichtige Art und Weise der Psychohygiene. Wenn wir daran denken, uns körperlich in Form bringen zu wollen, ist uns allen klar, dass es regelmäßige sportliche Betätigung braucht.

Auch um Selbstliebe zu spüren und zu behalten braucht es Training, doch der Benefit, wenn deine Batterien diesbezüglich stätig aufgeladen sind, ist enorm.

Selbstliebe zu kultivieren ist Wellness für die Seele!

Weil es auf meinem Blog stets praktisch und lösungsorientiert weiter geht, möchte ich dir ein Abendritual vorstellen, dass dich maximal 10 Minuten kurz vor dem Schlafen gehen kostet. Bringen tut es dir aber, dass du voller Selbstliebe einschläfst, neue positive Gedankenwege in deinem Gehirn geebnet werden und du auch erleichteter aufwachst.

Selbstliebe hoch 4 – das max. 10 Minuten Abenritual für mehr Selbstliebe

Man nehme 10 Minuten Zeit vor dem Einschlafen und etwas zum Notieren. Wenn du zum Einnicken neigst empfehle ich dir, es dir an einer anderen Location, als direkt im Bett bequem zu machen.

1) Erfolgsprogrammierung:

„Welche 3 Erfolge habe ich heute erzielt?“

Notiere stichwortartig mindestens drei Erfolge die du heute erreicht hast, und seien sie noch so klein.

Auch wenn du zum Beispiel, gerade unter einer Verkühlung gelitten hast, und objektiv gesehen wenig „erreicht“ hast -notiere 3 Erfolge!
Aufstehen oder heute liegen bleiben und erholen ist ein Erfolg.

Es geht darum, dass du wieder Dankbarkeit und Aufmerksamkeit für die vielen Dinge schaffst, die ja eigentlich wie selbstverständlich von der Hand gehen.
Das steigert deine Selbstwirksamkeit auf allen Ebenen!

Einige Beispiele für kleinerer und größere Erfolge des Tages:

– ein gutes Frühstück zubereitet
– Sport gemacht
– eine Freundin unterstütz bei…
– einen Plan für Projekt x erstellt
– einen Blogartikel geschrieben
– einen lieben Freund getroffen
– Ordnung geschaffen
– eine halbe Stunde früher aufgestanden

…..

2) Wertematch

„Bin ich mit meinen Werten auf Kurs?'“

Wenn du noch einmal einen Blick auf deine erzielten Erfolge wirfst, ist es sinnvoll dich zu fragen, ob du mit deinen Werten auf Kurs bist.

Ist Liebe und Zweisamkeit ein wichtiger Wert von dir, deine Erfolge erzielst du aber alle alleine, dann ist das ein wichtiger Hinweise dafür, dass du gerade nicht deinen Werten entsprichst, und du kannst deine täglichen Actions anpassen. Und in deinen Handlungen mehr Momente für Zweisamkeit schaffen.

Denn umso mehr du nach deinen eigenen Werten lebst, umso zufriedener bist du mit dir selbst, und deinem Leben.

3) Der Selbstwertpush oder die Wertschätzung des Tages

Lerne dir etwas Nettes zu sagen. Auch wenn du gerade dir gerade kritisch Gegegenüber stehst:
Du hast bestimmt irgendeine Stärke an die du dich gerne erinnerst oder die du speziell heute an den Tag gelegt hast!

„Ich mag mich dafür, dass ich so…. (ehrlich, fröhlich, fürsorglich, konsequent, …) bin.“

4) Was war mein Learning des heutigen Tages?

Für die eher kritischen unter uns, ist es auch durchaus sinnvoll nicht nur rein das Positive in den Vordergrund zu stellen, sondern auch das, was du in Zukunft verändern möchtest.

Aber nicht, was du nicht mehr haben möchtest, sondern trainiere dich darin zu formulieren, was du stattdessen tun, denken, fühlen etc. möchtest.

Zum Beispiel: Mein Learning des Tages ist es, in Zukunft mehr auf meinen Bauch zu hören.

Ich fasse noch einmal zusammen:

1) Mindestens 3 Erfolge notieren
2) Wertematch betreiben: passen diese Erfolge zu meinen Werten?
3) Die Wertschätzung des Tages
4) Das Learning des Tages

Diese 10 Minuten am Ende eines Tages, bringen dir eine riesen Portion Selbstliebe und Selbstwirksamkeit und lassen dich mit einem inneren Lächeln einschlafen. Ich wünsche dir viel Freude damit.

Bitte hinterlasse mir einen Kommentar, und lasse mich wissen, ob und wie es dir mit deinem persönlichen Abendritual geht, und was sich dadurch verändert hat!

 

Sei bei dir – bleib bei dir

Michaela Forstik

P.S. Tipp zur Vertiefung: Wenn du Selbstliebe wirklich dauerhaft emotional in der verankern möchtest, kann ich dir zusätzlich meine geführte Hypnose für zu Hause sehr empfehlen.

Denn hier wird Selbstliebe rational und emotional gut in dir abgespeichert und du trittst stark wie ein Löwe/eine Löwin im Innen und im Außen auf! Hypnose ist ein Mittel, um dich in den Trancezustand zu führen, so ähnlich wie der spezielle Zustand kurz vor dem Einschlafen. Der große Benefit ist, dass alles was du dir in diesem Zustand sagst, viel besser aufgenommen und umgesetzt wird, als wenn der kritische Wachverstand dazwischen plaudert.

 

Beitragsbild madamhlo – fotolila.com

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6 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo Michaela,
    ich wende Deine Tipps schon lange selbst für mich an. Manchmal ist es schwierig das Gute zu finden aber wenn man dran bleibt – man findet IMMER etwas tolles an sich!! : )
    Meine Frage hierzu: kann ich diese Technik auch bei Kindern anwenden? Meine Tochter (8) ist ein wunderbares, gefühlsbetontes Wesen. Sie trägt manchmal eine Schwere in sich, durch die sie sich selbst im Weg steht. Sie setzt sich manchmal so selbst unter Druck, dass sie körperliche Symptome wie Übelkeit und leichte Panik spürt. Mit Bachblüten und vielen Gesprächen haben wir es einigermaßen im Griff, aber ich würde ihr gerne ein besseres Selbstwertgefühl vermitteln bzw ihr helfen dies zu entwickeln. Ist sie in dem Alter noch zu jung für solche Techniken?
    Danke für Deine Tipps!

    1. Liebe Julia! Das freut mich, also ich kann mir diese Ritual auch durchaus für Kinder vorstellen, vielleicht verbunden mit einem Art Maltagebuch. Am besten ist es denke ich, wenn du ihr einfach die Fragen stellst, und sie lässt sich dann dazu was einfallen. Egal ob sie einfach nur erzählt oder etwas aufmalt oder aufschreibt. Ich würde es halt in Kinderjargon übersetzen! Bin gespannt auf Bericht, wie es ihr gefällt 🙂

      1. Hallo Michaela,

        deine Tipps sind sehr wichtig. Noch viel wichtiger finde ich sie für Kinder, da sie den Großteil des Tages mit Ablehnung und Fehlerfindung zu kämpfen haben. Zu selten wird im Schulalltag das Positive hervorgehoben.

        Bis Juni 2016 arbeitete ich vier Mal wöchentlich mit etwa 30 Kindern und Jugendlichen zusammen. Nach und nach führten wir diese Form des Tagebuches ein.

        Täglich konnten die Kinder und ich beobachten, dass sie sich in ihrer Persönlichkeit und ihrem Handeln bestärkten und selbstbewusster auftraten.

        Beste Grü
        Mike

        1. Lieber Mike!
          das finde ich super, ich persönlich würde das ja fast als Pflichtprogramm fürs persönliche Wohlbefinden schon in ganz frühen Jahren einführen 🙂

          Weiter so und viel Freude bei deiner Arbeit

  2. ich bin alleinerziehende Mama von drei Kids und „nebenbei“ noch zu 60% berufstätig. Nach einem harten Tag freue ich mich immer, Artikel wie diesen zu lesen. Danke dafür, ich schaue fast täglich bei euch rein!

    LG,
    Magda

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