Verhinderst du selbst, dein eigenes Beziehungsglück?

Wie wir uns in Beziehungen regelmäßig selbst sabotieren und wie du dieses Muster im Namen der Liebe endgültig stoppst!

Hand aufs Herz: Gibt es den ein oder anderen Moment, in dem du dir selbst auf dem Weg zu deiner erfüllenden Beziehung, Steine in den Weg legst?

Wo, wenn du realistisch bist, weniger die Umstände sondern die Art und Weise, wie du auf sie mit Gedanken, Worten und Gefühlen reagierst verantwortlich  für gewisse Misserfolge und “Sackgassenmomente” verantwortlich sind?

Hör genau hin, denn oft ist es nicht so offensichtlich:

– Gibt es Situationen, in denen du dich zum Beispiel in Partner verliebst, mit denen eine Beziehung auf Dauer schlichtweg extrem schwierig oder gar ausweglos erscheint?

– Ertappst du dich selbst dabei, dass du zwar sehr wohl einen Schritt vorwärts, hin zu auf dein Beziehungsziel machst? Und dann tut sich tatsächlich eine riesige Chance auf und plötzlich steht ein potentieller Mister Right oder eine Mrs Right vor dir? Doch absurderweise tauchen gerade in dem entscheidenen Moment, wo es tatsächlich beinahe zu gut zu laufen scheint, Gedanken auf wie:

„Wahrscheinlich interessiert er sich nur für mich, weil ich ihn vorher hab abblitzen lassen…“

„Aber dies und jenes gefällt mir dann doch nicht an ihm…“

„Das wird doch nicht funktionieren weil….“

„Irgendwie sind wird doch zu verschieden…“

„Ich verstehe gar nicht, wieso sich ein Typ wie er für mich interessiert, er muss einen anderen Hintergedanken dabei haben...“

– Oder schaltet sich dein Unterbewusstsein ein und du wirst, vor dem nächsten Treffen unerwartet krank?

– Zettelst du bewusst Streit mit einem lieben Menschen an, um danach bestätigt zu bekommen, dass er doch nicht der/die Richtige für dich war?

– Oder möchtest du dich nach Konflikten am liebsten ganz zurück ziehen und den Kopf einfach in den Sand stecken?

– Kommt es regelmäßig zu einem Break an einer bestimmten Stelle deiner Beziehungen? Das nennt sich dann nämlich eingefahrenes Beziehungsmuster…
Wenn du dich in der ein oder anderen Aussage wiedererkennst, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass du dich noch selbst sabotierst, was deine Beziehungsvision angeht.

Du bist vollkommen ok

Die gute Nachricht lautet: wenn du weißt, welcher Mechanismus hinter dieser versteckten Selbstsabotage steckt, dann kannst du auch sofort etwas dagegen tun!

Also erst eimal möchte ich dir sagen, dass dieses „dich selbst zurück halten“ ein ganz natürlicher Prozess ist.

Denn kein Trieb des Menschen ist stärker, als der, deine eigenen Gewohnheiten aufrecht zu erhalten.

Und das hat auch durchaus seine Berechtigung. Es ist deine persönliche Schutzfunktion. Vor der eigenen Überforderung.

Das heißt, sobald du Neuland auf dem Gebiet deiner Beziehungen betrittst, und du dich sozusagen aus deiner Gewohnheitszone hinaus wagst, ist es gut möglich, dass du dich selbst wieder zurück auf sichere, bereits bekannte Wege bringen möchtest.

Und bei Beziehungen kann es ja ziemlich rasant zu Veränderungen kommen, wenn zB. plötzlich ein Mann oder eine Frau Teil deines Lebens sein möchte.

Hier steckt tatsächlich die Angst vor deinem eigenen Beziehungserfolg  oft dahinter! Diese Angst will dir nichts schlechtes, sie  stellt quasi einen kleinen Test, eine einladende Herausforderung für dich und dein Wachstum dar.

Das leicht absurde an der ganzen Situation ist, dass du dir dein eigenes Glück nicht zu gönnen scheinst.

Doch wenn du weißt, dass eigentlich positive Events in deinem Liebesleben, auch durchaus negative Gedanken und Gefühle nach sich ziehen können, dann ist das ganze schon enorm leichter zu schaffen.

In der Psychologie wird diese angstähnliche Reaktion auch Veränderungskrise genannt.

Was du sofort tun kannst, um zuversichtlich auf deine erfüllende Beziehung zuzugehen, anstatt dich vor ihr zu verstecken

1) Sei sehr achtsam was passiert, während es gerade passiert

Da du ja jetzt um den natürlichen Mechanismus Bescheid weißt, der Auftritt wenn du beginnst deine Gewohnheitszone zu verlassen, kannst du genau beobachten, mit welchen Methoden du dich selbst zurück hältst.

Zu sagen, es ist ok, dass sie da sind. Und stattdessen doch einen kleinen Schritt voran zu gehen. Dich nicht zu überfordern, sonder einen baby step nach dem anderen zu machen.

Und dich dafür gebührend zu belohnen.

Es hilft auch dir selbst positive Affirmationen (Sätze) zu sagen, die dich ständig aufbauen.

Zb:

„Es ist auch ok, wenn es sich langsam zwischen uns entwickelt.“

„Ich habe alle Zeit der Welt.“

„Wenn mir ein kleiner Fehler passiert, kann ich darüber sprechen und das bei nächsten Mal anders machen.“

„Auch andere fühlen sich genau wie ich, wenn sie Fortschritte machen…, und hey, ich mache Fortschritte!”

„Das was dahinter liegt, wenn ich mich aus meiner Gewohnheitszone bewege, kenne ich zwar noch nicht, aber es wird mir gefallen und mir Freude bereiten.”

2) Eine extrem wirkungsvolle Übung zum Schluss

Nimm dir ein Blatt Papier und schreibe 50, ja genau 50 und nicht weniger deiner Stärken auf. Du wirst sehen, wenn du einmal bei Nr.20 angekommen bist, fallen dir plötzlich Fähigkeiten und Eigenschaften an dir auf, an die du gar nicht mehr bewusst gedacht hast.

Und die kannst du ab jetzt bewusst einsetzen.

Außerdem wird dir bewusst, was du bereit bist, in einer Beziehung zu teilen. Also welchen Mehrwert du als Mensch in eine Beziehung einfließen lassen kannst.

Deine ureigenen Stärken zu kenne, lenkt den Fokus drauf, dass du ein liebenswerter Mensch bist, und es auch verdient hast, geliebt zu werden. Und das wirst sowohl du für dich, als auch dein Umfeld rasch spüren.

Ich bin gespannt: Welche Methoden der Selbstsabotage hast du bei dir entdeckt? Und gelingt es dir schon, sie zu beobachten und darüber zu schmunzeln? Welche Stärken legst du regelmäßig an den Tag und bereicherst dadurch das Leben anderer Menschen?

P.S. Ich war früher vor ersten Dates zB. extrem nervös, also bei mir hat sich „das mich selbst vor einer möglichen Veränderung zurückhalten“ auch auf körperlicher Ebene gezeigt. Wenn ich mir selbst dann einen kleinen sanften Stupser gegeben habe, hatte ich danach stets ein gutes Gefühl. Und jede Begegnung hatte seinen Sinn! Und hat mich dankenswerterweise zu der Beziehung gebracht, in der ich heute lebe. Was ist dein nächster Schritt?

 

Sei bei dir – bleib bei dir

Michaela Forstik

Beitragsbild: postdoc – fotolia.com

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