Beziehungsstress ade: Warum dich ein Partner gar nicht stressen kann

Mal ehrlich, wie viel Lebenszeit investierst du für Beziehungsstress? Dafür, dich über jemand Bestimmten zu ärgern? Hier erfährst du was wirklich hinter deinem Ärger steckt.

Unser Ziel ist es „normalerweise“ mit unserem Schatz oder Menschen die uns sehr nahe sind möglichst viel wertvolle Zeit (ich nenne es auch gerne Qualitytime) zu verbringen.

Doch was ist passiert, wenn der gemeinsame Urlaub, das gemütliche Date, die gemeinsamen Work-Sessions, das spaßige Ausgehen oder die heimelige Zeit zu Hause plötzlich in eine Schieflage gerät?

Wenn kleine oder größere Zankereien und der eine oder andere Vorwurf, der immer wieder aufzutauchen scheint, eure Balance gefährdet?

Wenn dein Partner oder deine Partnerin beginnt, dich mit bestimmten Verhaltensweisen extrem zu nerven bzw. zu stressen?

Und manchmal reicht sogar schon ein Blick oder eine Geste, um dich so richtig zur Weißglut zu bringen?

Und die gemeinsame Zeit dir plötzlich mehr Energie zu rauben scheint, als dass sie dich bereichert?

Du meinst zum Beispiel:

– dein Partner deine Partnerin ist nicht achtsam genug dir gegenüber…

– er/sie bringe seinen Arbeitsstress mit nach Hause…

– er/sie ziehe dich mit seiner schlechten Stimmung hinunter…

– er/sie sei zu chaotisch, zu ordentlich zu unzuverlässig, etc…

Warum Flucht oder Streit hier nicht funktioniert

Am liebsten würdest du kurzfristig einfach nur reiß aus nehmen. Oder spielst vielleicht sogar ab und zu mit dem Gedanken alles hin zu schmeissen, weil deine Nerven das ewige hin und her nicht mehr lange mitmachen…

Flucht und auf „stur“ schalten bringt vielleicht kurzfristig Erleichterung, ist aber wie du dir vielleicht vorstellen kannst, nicht der konstruktivste Weg, der etwas in deiner Beziehung verändert 😉

True story: du hast genau den Partner für dich gewählt, der zu dir passt

Ja, auch wenn wir es in dem Moment, in dem uns unser Partner zur Weißglut treibt nicht hören wollen, ist es doch so:

Du hast genau diesen Menschen gewählt, der dir deine „Lebensthemen“ immer wieder aufzeigt.

Wertvoller Hin-weis! Man beachte die Bedeutung des Wortes Hin-weis: Worauf möchte dich der Mensch an deine Seite hin-weisen? Was möchte er/sie dir zeigen?

Nun kannst du logischerweise ansprechen was dich stört und was du dir in Zukunft wünscht.

Du kannst dich auch ständig gegen das was gerade passiert wehren und innerlich protestieren solange bis dein Energielevel tatsächlich so richtig auf Null ist. Und du langsam aber sicher graue Haare bekommst 😉

Du kannst beschließen, dir einen neuen Partner zu suchen, der dann höchst wahrscheinlich die gleichen Themen in dir triggert (=auslöst).

Beziehungsstress adé

Oder du atmest einmal tief in den Bauch und bist dir bewusst:

[BBSocial]Ein anderer Mensch kann nie für deine Gefühle verantwortlich sein![/BBSocial]

Du alleine kannst entscheiden, wie du auf Dinge, die nun mal im Außen passieren, reagieren möchtest.

Und das bedeutet jetzt nicht, dass alles plötzlich happy peppi sein muss.

Ja, das wäre unrealistisch.

Es bedeutet, dass du gewisse Gefühle, die immer wieder in dir ausgelöst werden fühlen darfst. Ihnen den Raum gibst, denn sie brauchen damit sie wieder weiterziehen können. Das ist Erfahrungsgemäß eine bessere Strategie, als verdrängen!

Wenn du mir die kleine Metapher erlaubst:

Denn der blitzblaue Himmel hinter den verschieden großen Wolken (alias unangenehmen Gefühlen) ist immer da.

Und du kannst das Gefühl, dass dich zu übermannen droht für dich drehen. Du kannst es so für dich verändern, dass es ok bis neutral ist. So dass du es fühlen kannst und viel wichtiger, dass du so auch ruhig aber bestimmt handeln kannst.

Meine Lieblingstechnik dazu stammt aus dem NLP (Neurolinguistisches Programmieren) und heisst Gefühle drehen. Wenn du den Prozess einmal gut und das erste Mal unterstützt angewendet hast, kannst du ihn immer wieder automatisiert abrufen.

Und im nächsten Moment, indem dein Puls ansteigt, dein Herz schneller schlägt und du schon beginnen möchtest dich schrecklich über deinen Partner aufzuregen (ob innerlich oder äußerlich) – drehst du das Gefühl, kannst es spüren und somit auch wieder ziehen lassen. Und somit kehrt wieder Ruhe ein und du kannst die Situation gelassen meistern und gegebenenfalls auch verändern.

Ja, wir sind unseren Gefühlen nicht schutzlos ausgeliefert!

Denn ganz plötzlich, kommen dir ganz neue Möglichkeiten in den Sinn, die du gar nicht wahrgenommen hast, als du zuvor nur noch rot gesehen hast. Denn was der Alarmmodus macht, ist uns in einen Tunnnelblick hinein zu manövrieren. Und uns dort erstarren zu lassen.

Wenn du in Zukunft auf deine Trigger (Auslöser) anders und vor allem entspannter reagieren möchtest, empfehle ich eine Coachingeinheit genau zu diesem Thema. Ich könnte dir hier zwar die Schritte dieser tollen Methode aufzählen, doch keine Theorie, die nicht emotional gut verankert ist, wird dauerhaft funktionieren!

Denk beim nächsten Mal gerne an den Satz:

Kein anderer Mensch ist dafür verantwortlich, wie ich mich gerade fühlen möchte!

Vielleicht hilft es dir auch, dir ein Schutzschild um dich herum zu basteln bzw. an ein Bild oder an eine Situation zu denken, in der du dich total sicher und geborgen gefühlt hast. Denn auch das ist ein Gefühl in dir, das du jederzeit abrufen kannst.

Ja, das klingt jetzt vielleicht sehr kreativ und fantastisch, aber unser Unterbewusstsein, der Ort der unsere Emotionen auslöst und steuert, springt genau darauf an!

Ich wünsche dir, dass du deine persönliche Qualitytime wieder für dich, für das Zusammensein mit deinen Liebsten gesichert hast, und dadurch mehr aus jedem gemeinsamen Moment machst!

 

Sei bei dir – bleib bei dir

Michaela Forstik

Beitragsbild Asia Yakushevich – fotolia.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Menü

Er zieht sich gerade zurück und du möchtest jetzt richtig reagieren?

Wie, erfährst du im kostenfreien Videotraining zum Kennenlernen