Warum negative Gedanken über dich und dein Leben bis jetzt leichtes Spiel hatten

Wie viele Minuten wäre es dir wert den Scheinwerfer auf dich zu richten und zwar im positiven Sinne? Genau zu wissen wo deine persönlichen Stärken liegen und wie du sie auch in deine zwischenmenschlichen Beziehungen „einflechten“ kannst?

Hörst du Stimmen?

Ja?! Ich nehme an deine eigene…

Hast du schon einmal explizit beobachtet wie du mit dir selbst, und über dich sprichst?

Und was be-deutet das für dein wahres Selbstbewusstsein?

Für mich war es schockierend…

Die Erkenntnis, wie schwer ich mir mein eigenes Leben selbst gemacht habe. Indem ich nach Außen hin perfekt funktioniert und gelächelt habe, doch in mir drinnen, in meinem „Gefühlshaushalt“, hat es ganz anders ausgesehen.
Wie oft ich mir eingeredet habe, andere Menschen seien Schuld an meiner Misere und dafür verantwortlich, wie ich mich fühle. Andere hätten großteils Verantwortung dafür, dass sich meine zwischenmenschlichen Beziehungen auf allen Ebene so „kompliziert“ gestalteten.

Und maßgeblich daran beteiligt waren meine eigenen Gedanken! Die Art und Weise wie ich mit mir gesprochen habe und wie diese Worte meine Realität formten.

Kennst du diese innere Stimme, die wie ein kleiner Teufel auf deiner Schulter sitzt und dir zuflüstert:

„Puh, das wird jetzt aber schwierig werden…“
„Oh, darin einfühlsam zu sein, bin ich gar nicht gut, das kann ich nicht…“
„Was habe ich jetzt schon wieder falsch gemacht?!“
„Wie sehe ich denn heute aus?“
„War doch nur eine Frage der Zeit bis er/sie mich verlässt, bin ich denn nicht gut genug?“

Wie klingt deine innere Stimme? Schrill, hoch, hämisch, flüsternd?

Einmal ehrlich: „Würdest du mit deiner besten Freundin/deinem besten Freund in diesem Ton und in dieser Art und Weise sprechen?“

Warum sich negative Gedankengänge so leicht in unser Gehirn einschleichen

Es gibt wissenschaftliche Studien, die belegen dass wir Menschen durchschnittlich 65.000 Gedanken am Tag denken. Davon sind etwa 70 % flüchtige oder unwichtige Gedanken. Nur etwa 3% sind positive, kreative Gedanken und der Rest von 27% sind negative, destruktive Gedanken.

Wahnsinn…

Es gibt weitere Studien, die die elektromagnetischen Wellen in unserm Gehirn messen und besagen, dass wir überhaupt über 50% unserer gesamten Lebenszeit in Gedanken sind. Nicht wirklich anwesend und im Hier und Jetzt. Uns gerade Sorgen über die Zukunft machen oder uns an Erfahrungen zurück erinnern, die uns scheinbar sehr geprägt haben.

Kleine Zwischenfrage:

1) Wann warst du das letze mal so richtig traurig und verzweifelt?

Und jetzt raus aus der grauen Wolke!

2) Erinnere dich an ein Ereignis, dass dich total glücklich und zufrieden gemacht hat.

Welche Informationen konntest du schneller und einfacher abrufen?

Dem Großteil der Menschen fällt es leichter, sich an negative Situationen zu erinnern und diese Informationen können auch naturgemäß schneller abgerufen werden. Sie haben sich förmlich in unsere neuronalen Bahnen eingebrannt – und umso öfter wir ihnen Raum in unserem Leben geben umso tiefer werden sie verfestigt.

Where our focus is, energy flows!

Evolutionsbiologisch hatte das wie alles freilich einen Sinn und eine positive Absicht, nämlich uns vor Gefahren zu schützen.

Deshalb ist es ganz natürlich, wenn es uns anfänglich nicht ganz so leicht fällt „Stop“ zu sagen, und unsere Gedanken etwas genauer zu „observieren“.
Und in Zukunft nicht jeden Gedanken durch unseren „Wahrnehmungsfilter“ passieren zu lassen.
Es ist ganz „normal“ dass wir etwas länger brauchen um positive Emotionen abzurufen, uns selbst gut zuzureden und uns ganz genau darüber bewusst zu sein, was unsere Leidenschaft ist und worin wir wirklich gut sind.

Welche positiven Aspekte uns besonders auszeichnen, und welche wir auch in unsere potentielle oder tatsächliche Partnerschaft einfließen lassen können.

Darüber sollten wir nämlich verdammt gut Bescheid wissen auf dem Weg hin zu einer erfüllenden Beziehung.

Das erfordert Übung und Training!

Aber das Schönste ist: alles was wir gelernt haben können wir auch wieder verlernen!

Ich wollte dich mit den Berichten über das menschliche Gehirn und die Art und Weise wie wir gelernt haben Informationen abzurufen keinesfalls frustrieren. Im Gegenteil.

Wenn wir uns dieser Tatsache bewusst sind, fällt es uns auch leichter, damit nicht zu hadern. Und es anzunehmen und unser Bestes zu geben, unsere Aufmerksamkeit oder unseren Scheinwerfer auf die Dinge zu richten, die wir gut können und die wir an uns zu schätzen wissen, ja sogar lieben.

Das bedeutet, dass du es selbst in der Hand hast, wo du deinen Fokus, deine Aufmerksamkeit hinlenkst.

Wie du selbst mit dir umgehst, wie du über die Herausforderungen die du noch zu meistern hast denkst, wie du dich selbst beruhigst und in welchem Licht du dich selbst betrachtest.

Denn umso mehr Raum du diesen positiven Aspekten deines Lebens gönnst, umso mehr Raum werden sie auch in deinem Leben einnehmen.

Und wie wäre es, wenn du morgens nicht aufstehst und dich „fertig“ machst?

Sondern aufwachst, dir ein Lächeln im Spiegel schenkst, freundlich „guten Morgen“ sagst und genau spürst, dass du heute einen geilen Tag haben wirst.

Die Stimme, mit der du zu dir sprichst warm, herzlich und beruhigend wirken lässt.

Du an einem Schaufenster vorbeigehst und die Dinge an dir betrachtest die du am aller liebsten an dir magst.
Weil du schließlich weißt, was dir gut tut und möglichst viel davon in dein Leben ziehst. Du dir regelmäßig deine Erfolge in Erinnerung rufst und erkennst, welche Stärken dir geholfen haben dorthin zu kommen wo du heute bist?

Du dir darüber bewusst bist, was dich auszeichnet und was du auch in deinen zwischenmenschlichen Beziehungen bereit bist zu geben?
Und wie bereichernd das für dich und andere sein kann?
Du es liebst, mit dir alleine Zeit zu verbringen, weil du einfach liebenswert und großartig bist, genau so wie du bist?

Sounds good?

 

Sei bei dir- bleib bei dir

6 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Liebe Michaela
schöner Beitrag. Letztens meinte eine Freundin, wir denken zu 90% jeden Tag dieselben Gedanken. Manchmal ist es gar nicht so einfach neue Gedanken einzuladen, statt dessen dreht man sich im Gedankenkreis. Das kenne ich auch – danke für Deine Tipps, sounds good :-).
Von Herzen liebe Grüße und bis bald
Veronika

Antworten

Liebe Michaela,

DANKE für diesen Reminder. Kommt genau richtig 🙂
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße; Katrin

Antworten

Sounds great❤️

Antworten

da müsstest du mal meine Morgenseiten sehen…………………

liebe Michaela,

das ist ein sehr gelungener Artikel, es ist wirklich oft so, dass man sich häufiger negative Dinge sagt

die Morgenseiten sind eine “Erfindung” von Julia Cameron”, “Der Weg des Künstlers”, indem man morgens früher aufsteht und direkt eine halbe bis dreiviertel Stunde 3 Seiten vollschreibt mit allem, was einer in den Sinn kommt, und zwar wirklich alles
und es kann durchaus sein, dass tagelang nur Jammerseiten rauskommen……..

mittlerweile schreibe ich lieber Tagebuch (mein Problem ist einfach das frühe Aufstehen, daher kann ich keinen 9to5-Job brauchen 😉 )
das kann ich immer dann schreiben, wenn es mir einfällt, unterbrechen, weiterschreiben usw
und da versuche ich auch immer, postive Dinge, die ich geschafft habe, zu notieren
oder positive Affirmationen reinzuschreiben
und wenn es nur JA! ICH SCHAFFE ES! ist

und das schönste ist, Schreiben lenkt auch ab vom ständigen Grübeln, dass mich in den letzten Monaten gar zu oft heimgesucht hat!

lg Bettina

Antworten

    Liebe Bettina!

    Danke für deinen Tipp mit den “Morgenseiten” kann ich gut nachvollziehen – auch für mich ist ein 9to5 Job deshalb nichts 😉

    Bis bald und alles Liebe,
    Michaela

    Antworten

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