6 Wege um Gedanken endlich ziehen zu lassen und bei DIR zu sein

Wie du deinem Kopf auch einmal Pause gönnst und mit dir und deinen Liebsten intensive Momente erlebst.

– „Ich kann meine Gedanken nicht abstellen!“

– „Ich denke die ganze Zeit, den ganzen Tag, rund um die Uhr.“

– „Sogar wenn ich in der Yoga Stunde auf der Matte liege und mich entspannen sollte, rattert mein Kopf unaufhörlich…“

Kommt dir die eine oder andere Aussage bekannt vor?

Manchmal scheinen sich unsere Gedanken in einer Endlosschleife zu drehen. Sobald wir eine Sekunde nicht beschäftigt sind, ploppt wieder ein Gedanke auf. Besonders unangenehm wird dieser Strudel an Gedanken dann, wenn sich negative Gedanken im Kreis zu drehen scheinen.

Wenn Selbstzweifel, Sorgen und Befürchtungen ans Licht kommen.

Und abgesehen davon, dass unsere Gedanken unsere Realität formen, bin ich kein Fan davon unnötig zu leiden. Es ist wichtig Gefühle zuzulassen, aber das zulange festhalten an negativem Gedankengut bringt uns nur in eine Sackgasse, in der die Lösungen immer mehr zu schwinden scheinen.

[Tweet “Wir haben es verdient glücklich zu sein – und es kann uns gar nicht gut genug gehen.”]

Ich gönne mir immer wieder zwischendurch Wellness für die Seele.  Lasse meine Gedanken ziehen, schöpfe neue Kraft und bin danach erstaunlich kreativ im Finden von Möglichkeiten.

Dabei helfen mir folgende Techniken! Nimm dir wie immer mit, was für dich passt und ich würde mich sehr darüber freuen, wenn auch ich von deinen Strategien erfahren darf!

Wer ANGST hat lebt in der Vergangenheit, wer sich SORGEN macht ist in der Zukunft, wer GLÜCKLICH ist lebt im Moment!

1) Im Hier und Jetzt sein

Ich gebe es zu, ich bin ein Fan von Eckhart Tolle, Buchautor von „Jetzt, die Kraft der Gegenwart“. Die beste Urlaubslektüre, dich ich empfehlen kann um zu trainieren bewusst im Moment zu leben und möglichst viel wahrzunehmen.

Es geht darum, diesen manchmal „negativen“ Gedanken keinen Fokus mehr zu geben, ja sie sogar als nicht zu uns selbst zugehörig zu betrachten. Denn sie nähren laut ihm unseren “Schmerzkörper” der eine Ansammlung an negativ bewerteten Erfahrungen, Angst und Sorgen ist. Stattdessen empfiehlt er die Aufmerksamkeit komplett auf unsere Sinnesempfindungen im gegenwärtigen Moment zu richten. Denn im aktuellen Moment haben wir keine “Probleme” ansich. Und indem wir Zugang zu unserem Inneren finden, kommen wir in Berührung mit unserer wahren Kraft, die uns antreibt und uns zuversichtlich und ruhig fühlen lässt.

Also glaub nicht alles, was du denkst!

 2) Spürtraining

Deinen wachen Geist kannst du recht gut ablenken, indem du ihn überforderst. Wenn du dich bewusst darauf konzentrierst was du gerade

-fühlst (sei es der Boden unter deinen Füßen, die Unterlage auf der du gerade sitzt oder der Atem der beim Ausatmen an deinen Nasenflügeln streift)

– hörst

– riechst/schmeckst

– in allen Nuancen siehst

– oder dich ganz bewusst auf deine Atmung, die wie von Zauberhand passiert, achtest – dann kannst du gleichzeitig gar nicht denken.

Und umso regelmäßiger und länger du deinen wachen Verstand Pause machen lässt, umso weniger laut werden die Gedanken sein.

Ich trainiere das gerne von überall mit einem Handyapp, das es auf getsomeheadspace.com gratis zum Testen gibt.

3) Mentaltraining

Das interessante ist: unser Gehirn kann nicht unterscheiden, ob wir eine Situation tatsächlich erlebt haben oder ob wir sie uns nur vorgestellt haben. Das bedeutet: wenn du dir ein schönes Bild vor dein inneres Auge holst (egal ob erinnert, ausgeschmückt oder ganz erfunden), werden die positiven Emotionen, die du damit verbindest, automatisch auf deine Gedanken überfärben.

Eine für mich als visuellen Typ äußerst effiziente Technik, um aus einer Negativschleife auszubrechen und gleich direkt ans das obere Ende der Positivspirale zu hüpfen.

4) Los lassen statt Widerstand erzeugen

Alles wogegen du dich wehrst oder einen inneren und äußeren Widerstand entwickelst wird automatisch größer. Wenn du Gedanken los lassen möchtest, kannst du erneut kreativ sein. Die Gedanken zB.  in bunte Seifenblasen packen, und einfach beobachten, wie sie sich mehr und mehr in Luft auflösen. Ganz sanft und ohne Druck.

5) Stress adé und einfach einmal NICHTS tun außer sein

Das ist für manche Menschen tatsächlich eine „schwierige“ Aufgabe. Obwohl es so wohltuend sein kann.

Einfach einmal auf den Boden, eine Wiese oder die Couch legen und nichts tun. Auf Durchzug schalten. Denn Gedanken werden lauter, wenn sie zuwenig Pause haben – auch sie brauchen sozusagen Wellness.

 6) Deinen Gedanken ein Ventil geben

Unabgeschlossene Angelegenheiten mag unser Gehirn nicht ablegen. Wenn du deine Gedanken einfach niederschreibst oder darüber sprichst, auch wenn sie noch so lächerlich scheinen, machst du einen Punkt und schließt den Kreislauf.

Viel Freude bei der Anwendung der ein oder anderen Taktik.

P.S. Dein Geist wird es dir danken 😉

 

Welche Variante gefällt dir am Besten? Hast du noch Techniken für dich entwickelt um dir einen kühlen bzw. ab und zu auch leeren Kopf zu bewahren? Ich bin gespannt…

 

Sei bei dir- bleib bei dir

11 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Hallo Michaela,

    danke für den Artikel. Genau das hab ich in der letzten Zeit einfach mal praktiziert. Einfach das leben so nehmen wie es kommt. Das beste aus der Situation machen, was ich gerade machen konnte.

    Einfach das machen wo ich mich wohl gefühlt habe, auch wenn es Hindernisse gab.

    Mach weiter so.

    Beste Grüße,
    Dennis

    Antworten
  • Liebe Michaela,

    oh ja – die Gedankenschleifen 🙂 Mir hilft Schreiben enorm! Eine Zeit lang habe ich zum Beispiel Morgenseiten geschrieben (eine “Erfindung” von Julia Cameron). Jeden morgen direkt nach dem wach werden nimmst du Stift und Zettel und schreibst dir 3 Seiten von der Seele. Danach fühlst du dich viel klarer und kannst frisch in den Tag starten.

    Liebe Grüße, Katrin

    Antworten
    • Liebe Katrin!

      Danke für deinen Kommentar und den tollen Tipp – ja schon morgens mit freiem Kopf in den Tag starten – fühlt sich gut an! Ich bin gerade dabei “Lucid Dreaming” zu üben. Dann kann ich morgens nachdem ich meine Träume notiert habe, gleich mit den Gedanken des Tages fortsetzen 🙂

      Liebe Grüße,
      Michaela

      Antworten
    • Interessanter Ansatz! Um meinen Kopf zu klären schreibe ich lieber abends – Abendseiten 🙂

      Antworten
      • Liebe Eva!

        Ja nach der Uhrzeit deines Kommentars zu Urteilen bist du scheinbar eher der Nachtmensch 😉

        Viel Spaß beim Lesen (da bekomm ich gleich Lust auf Strand und Meer und Eckhart Tolle ;-), Mmmm). Und oft ist das einfachste auf der Welt auch das Schönste!

        Liebe Grüße,
        Michaela

        Antworten
  • Liebe Michi,

    danke für diese übersichtliche Liste – ich hab sie mir gebookmarked.
    Man vergisst doch leicht im Alltag diese kleinen, feinen Tricks.

    Schön zu lesen, dass auch Dich Eckhardt Tolle verändert hat – für mich hat er über den rationalen Zugang die spirituellen Thematik geöffnet und damit ‘greifbarer’ gemacht.

    Mein absoluter Ersthelfer: Durchatmen und bewusst Stehen/Sitzen. Bewusst den Atem am Naseneingang spüren, wahrnehmen, wie sich danach der Unterbauch hebt und senkt…ahh! Bringt mich wunderbar runter und auf Abstand zu Stress/Ängsten/Sorgen.

    🙂

    Herzlichst
    Susanne

    Antworten
  • Der Buchtipp kommt zu rechten Zeit. Ich wollte es schon lange lesen, hab aber nie die nötige Zeit dafür gefunden, weil es schon fast wieder zu ‘trivial’ ist…
    Aber Ende Juni fliege ich nach Griechenland für eine Woche auf ein Seminar – da ist das kleine Büchlein für zwischendurch genau das Richtige! 🙂

    Antworten
  • Super Artikel Michaela! Der gefällt mir sehr gut!

    Das Aufschreiben hilft wirklich sehr gut! Bzw. ich nehme auch gerne Gedanken auf (Audio oder Video).

    LG,
    Mara

    Antworten

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