Was denkst du, wenn du vor dem Spiegel stehst und tief in deine Augen blickst?

Ein Plädoyer für mehr Mut und Selbstbewusstsein in deinem Leben.

Kannst du dir selbst aufrichtig sagen, dass du dich voll und ganz, so wie du JETZT gerade bist, zu schätzen weißt? Mit all deinen persönlichen Anteilen, deinen sogenannten Stärken und Schwächen, deinen Sonnen- sowie deinen Schattenseiten? Spürst du das Leben durch deine Venen pulsieren?

Oder wirfst du nur einen kurzen Blick in den Spiegel, ohne lange zu verweilen und denkst in Wirklichkeit:

„Heute mag ich mich nicht wirklich sehr. Die Frisur sitzt nicht und in das Outfit fühle ich mich irgendwie hineingesteckt. Ich sehe müde aus. Meine Schultern fühlen sich schwer an, als ob ich ein imaginäres Paket mitschleppen würde. Wie immer, wollte ich heute mehr schaffen, mehr tun – und habe es irgendwie nicht auf die Reihe bekommen. Wird schon werden, ab morgen schaut alles anders aus. Ich weiss, ich muss jetzt was tun, damit ich mich besser fühle. Nur momentan habe ich keine Power dafür. Ich sehne mich nach sichtbaren Erfolgen, im Beruf, im Privatleben. Irgendwie bin ich in meinem „Alltagstrott“ gefangen…“

Du hast es selbst in der Hand, wie du jeden Tag deines Lebens gestalten möchtest, wie du dich gerade fühlst.

„Ja aber wie jetzt, soll ich mich dann selbst belügen?“

Belügen ist das falsche Wort, aber du kannst dir sehr wohl gut zureden. Dich selbst aufbauen, dich selbst wertschätzen! Deine Gedanken, deine Sprache dahingehend zensieren, dass sie dir gut tut und du tatsächlich das im Leben erreichst, was du dir wünscht.

Ich bin kein Fan davon, schlechte Gefühle zu verdrängen oder einfach zu überlagen. Denn, wahrlich gut kann es dir erst dann gehen, wenn es dir auch mal so richtig schlecht gegangen ist. Gefühle haben stets einen Sinn, und wollen uns etwas mitteilen.

Wo keine Finsternis geherrscht hat, dort kann auch kein Licht entstehen.

Was ich nicht gut finde ist, wenn Menschen sich tag täglich „fertig machen“. Wenn sie überall nur die Risiken, das Leid und das Negative im Leben sehen wollen. Wenn sie sich selbst einreden, nicht gut genug zu sein und den Erwartungen anderer nicht zu entsprechen. Wenn sie sich selbst blockieren und selbst nicht eingestehen, dass sie es verdient haben, glücklich zu sein.

UND SEI EHRLICH:

Möchtest du mit einem Menschen zusammen sein, der sich selbst nicht wirklich leiden kann, so wie er gerade ist? Würdest du gerne mit ihm Zeit verbringen? Würde dich so eine Art der Beziehung erfüllen?

(Falls ja, solltest du dir darüber Gedanken machen, ob du nicht am sogenannten „Helfer-Syndrom“ leidest und dabei wohlmöglich ganz auf dich selbst vergisst. Darüber könnte ich aber wieder einen gesamten Blogartikel schreiben…)

Ich möchte dir heute ein paar Tools zu deiner Unterstützung mit geben. Nimm dir einfach mit, was sich für dich gut anfühlt.

Oft sind es nur winzig kleine „Baby-Steps“, die du bei Bedarf in dein Leben einbaust, die dann letztendlich so viel bewirken.

Mehr Liebe, mehr Mut, mehr Kraft, mehr Leichtigkeit und mehr Vertrauen in dich selbst.

Gehst du mit hängenden Schultern durch das Leben?

Wissenschaftliche Studien haben bewiesen, dass alleine unsere Körperhaltung, unsere Muskelanspannung eine signifikante Wirkung auf unser Wohlbefinden haben.

Warum diese Erkenntnis nicht nutzen? Wenn du dich dabei ertappst gerade im „Suck-State“ zu sein (hängende Schultern, Blick auf den Boden, leise zittrige Stimme) dann gib dir selbst einen sanften Stupser. Richte dich auf, zieh die Schulterblätter zusammen, atme die ganze Anspannung mit einem tiefen Seufzer aus, heb deine Nasenspitze – and let´s go 😉

Wie sieht das beste Abbild deiner Selbst aus?

Formuliere dein Anliegen, dein Ziel. Wenn du nicht weißt, wo du hin möchtest, ist es auch nicht ganz so leicht, dort hin zu kommen.

Wie wird es sich anfühlen, wenn du komplett bei dir bist und das Selbstbewusstsein erreicht hast, das du dir wünscht? Spiel mit deinen Sinnen. Gib dem Gefühl eine Farbe, einen Geruch, ein Bild. Gestalte deine Szene so realistisch wie möglich und tauche in das Gefühl ein, bade darin.

Sollte dir das noch schwer fallen, orientiere dich an Menschen, die deiner Meinung nach ein richtig gutes Selbstbewusstsein haben. Was tun sie, sagen sie, wie bewegen sie sich?

Geh behutsam mit dir und deinem Körper um

Das mag jetzt eine etwas merkwürdige Metapher sein, aber  für mich eine sehr einleuchtende:

Wenn du ein Pferd täglich im Stall einsperrst, sein Fell nicht bürstest, im kein frisches Heu sondern nur Kraftfutter zu fressen gibst, es nicht belohnst, ihm nichts Neues beibringst, ihm keine Abwechslung bietest, keine neuen Herausforderungen schaffst, es nicht regelmäßig in der frischen Luft bewegst oder ihm keine Gesellschaft leistest…wie wird es wohl sein? Antriebslos, schwach, asozial, hypersensibel…?

Übertragen auf den Menschen: ich bin manchmal echt entsetzt darüber, welche selbstverletzenden Gewohnheiten sich manche Menschen regelmäßig antun.

Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum, Leberkäsesemmeln am Morgen, Coca Cola und Café en masse, ständige körperliche und geistige Überforderung ohne ausreichende Regenerationszeiten,…

 Wie sehr „hegst und pflegst“ du dich selbst? Wie bewusst bist du dir darüber, was du für dich selbst tust?

Glaube nicht alles, was du denkst 

Für ein gesundes Maß an Selbstbewusstsein, ist es enorm wichtig, dass du dir von deinen Gedanken nicht alles sagen lässt. Wenn Gedanken aufkommen, die dich klein oder unsicher machen, sag “Stop” und weise du ihnen den Schranken vor. Du lässt zu, welcher Gedanken  deine Gefühle hervorrufen und auf dein Verhalten wirken.

Unsere Gedanken können unser größter Freund, aber auch unser größter Feind sein.

 Setze deine Sprache weise ein

Vermeide Formulierungen, die das, was du meinst, abschwächen. Ganz gefährlich und unnötige Wörter in diesem Zusammenhang sind:

„Eigentlich“ kann ich das wirklich gut.

Eigentlich schwächt deine Aussage nur unnötig ab. Lass dieses Wort einfach gänzlich weg, du wirst sehen, dir wird es nicht abgehen 😉

– Ich werde „versuchen“/ ich werde mich „bemühen“ es das nächste Mal anders zu machen.

Wenn du etwas versuchst oder dich bemühst, impliziert das indirekt automatisch deine Rechtfertigung, dabei zu scheitern. Du hast es ja schließlich nur versucht und nicht wirklich getan!

 – „Man“ weiß doch, dass dies oder jenes funktioniert.

Weiß „Man“ es, oder DU? Stell dich nicht unter deinen eigenen Schatten und drücke klar aus, wozu du stehst.

 

Ich wünsche dir viel Freude,  nicht beim ausprobieren oder versuchen, sondern beim konkreten Tun. 😉

Wie pusht du dein Selbstbewusstsein, wenn du kurzfristig an dir zweifelst?

 

Sei bei dir – bleib bei dir

 

11 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Aljoscha Von psychologie-einfach.de
    18. Februar 2014 10:46

    Hallo Michaela,
    danke für den Artikel!

    Wenn ich mein Selbstbewusstsein pushen möchte, rufe ich mir 20 letzte Erfolge zurück in mein Bewusstsein.

    Sobald ich mich auf meine Erfolge, anstatt auf meine Mißerfolge fokussiere, geht’s mir wieder blendend!

    Antworten
    • Lieber Aljoscha!

      Danke für deinen Input!Gute Methode den Fokus umzulenken. 20 Erfolge, dann beginn ich gleich einmal…;-)

      Alles Liebe,
      Michaela

      Antworten
  • Hallo Michaela, habe mich heute morgen am Weg in die Arbeit schon auf deinen Artikel gefreut. 🙂

    Wenn ich zweifle, dann lasse ich diese Zweifel zuerst einmal zu, dann lokalisiere ich das negative Gefühl, wo sitzt es im Körper?, konzentriere mich darauf und lasse es vorerst dort. Allerdings strahlt es dann nicht mehr in den restlichen Körper. Dann überlege ich mir ob es wirklich so schlimm ist oder ob ich mich reinsteigere. Meistens steigere ich mich hinein. 😉 Da ich schon viele dieser Situationen erlebt habe und es immer gut ausgegangen ist, weiß ich dass es jedes Mal gut ausgeht. Achja, und “breathe the good things in & the bad sh*t out” hilft mir auch. 😀

    Liebe Grüße,
    Viktoria

    Antworten
    • Liebe Viki!
      Freut mich 🙂
      Reinsteigern können wir Frauen uns manchmal echt gut, aber auch da hilft es, nicht zu kritisch mit uns selbst zu sein!

      Bis bald,
      Michaela

      Antworten
  • Danke Michaela für diesen Artikel.

    Ich hab mich wieder daran erinnert, dass auch ich Zeit und “pflege” brauche. Das vergesse ich immer wieder und falle zurück in die gewohnten Muster.

    Danke dass du mich wieder daran erinnert hast.

    Alles Liebe
    Robert

    Antworten
    • Lieber Robert!

      Ja kenn ich, umso früher wir erkennen, dass wir an der Kippe sind, uns selbst Stress zu machen, umso besser!

      Alles Liebe,
      Michaela

      Antworten
  • Liebe Michaela,

    Herzlichen Dank für deinen tollen Artikel.

    Deine Tools decken sich teilweise mit denen, die ich bereits in meinem Leben prakitziere.

    Ich kann mich gut erinnern, als ich eine sehr schwere Zeit mit Arbeitslosigkeit zu durchleben hatte, war es meine persönliche Motivation mich zu stylen. Ich habe trotz dem ich ja eigentlich “keinen” Grund dafür hatte – denn ich war ja auf dem Abstellgleis – mich hübsch gemacht. Wenn ich in meiner Jogginghose im Badezimmer stand und meine Haltung nicht besonders aufrecht war – kam ich ganz anders wieder heraus.

    Es ist wichtig auf sich und seinen Körper Acht zu geben. Ich möchte nicht sagen, dass es auf das Äußere ankommt aber ich denke, Du hast verstanden was ich meinte.

    Beim Thema Sprache musste ich lachen, denn meine Tutorin und Coach hat mich während der Ausbildung sooft ermahnt, wenn ich “man” sagte – anstelle von ICH oder DU. Das hatte sich so unbewusst – wie vieles eingeschlichen aber mittlerweile rutscht es mir nur noch selten raus 😉

    Herzlichen Dank für deinen Impuls.

    Alles liebe
    deine Nicole

    Antworten
    • Liebe Nicole!

      Sehr gerne, freut mich!
      Schöner Kommentar! Ich verstehe dich voll und ganz: “Wie im Innen so im Außen – und umgekehrt” passt auch gut zum sich Hübsch machen trotz oder gerade wegen mieser Laune. Mache ich auch gern und es wirkt 🙂

      Liebe Grüße,
      Michaela

      Antworten
  • Hallo Michaela,

    vielen Dank für den schönen Artikel, der die Probleme passend beschreibt. Deine Tipps sind ebenfalls sehr hilfreich. Wir vergessen oft, dass wir zwischendurch Regeneration brauchen und entspannen müssen, damit wir einfach gelassen zu mehr Zufriedenheit und Lebensfreude kommen. Ein Thema, mit dem ich mich schon länger intensiv beschäftige.
    Herzlichen Gruß, Frank

    Antworten
    • Lieber Frank!

      Sehr gerne! Der Titel deiner Homepage klingt ja schon sehr vielversprechend. Gelassenheit und Leichtigkeit in mein Leben einzuladen tun mir immer wieder aufs Neue gut!

      Alles Liebe, Michaela

      Antworten
  • Hallo Michaela,
    Wirklich tolle Tipps, die vielen sehr weiterhelfen!

    Ansonsten wäre mein Ratschlag, sich selbst darüber klar zu werden, welche Stärken man hat, was andere wohl an einem mögen.

    Auch über die eigenen Schwächen sollte man sich Gedanken machen und vor allem an diesen arbeiten. Die Schwächen, die in keinster weise änderbar sind, sollte man akzeptieren.

    Nur so lernt man sich lieben und wird letztlich auch selbstbewusster.

    LG

    Antworten

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