Was hat eine Affaire mit Angst vor Nähe zu tun?

Die Affaire aus 3 unterschiedlichen Blickwinkeln – und zumindest eine Linderung von Schuldgefühlen, Vorwürfen und Verlassensängsten.

Wenn ich mich so in meinem Bekanntenkreis und bei meinen Coachingklienten erkundige, bin ich immer wieder überrascht wie viele Menschen irgendwie mehr oder weniger freiwillig Teil einer solchen „Konstellation“ waren. Ich wünsche es niemandem, denn meistens ist eine Affaire mit Gefühlen wie Verzweiflung, Frust, Wut und Angst vor dem alleine sein verbunden.

Doch als vor kurzem ein junger, attraktiver Mann vor mir gesessen ist und mir mit gebeugtem Haupt von seiner Affaire erzählt hat, gab mir das den Impuls mich genauer mit der Dynamik zu beschäftigen.

Als er von der neuen Frau, die er kennen gelernt hatte sprach, hatte er plötzlich ein Glänzen in den Augen, dass aber sofort wieder verflog sobald er sich darin erinnerte, in einer fixen Beziehung zu leben. Einer zu fixen, die ihn enorm in seiner Freiheit einzuschränken schien. Er litt extrem an seinem schlechten Gewissen und fragte sich selbst ganz zerdrückt ob er denn ein böser Mensch sei…

Ich möchte allgemein Menschen nicht bewerten. Und ich denke er hat das Beste, dass er in seiner Situation geben konnte gegeben. Und ich weiß, dass er definitiv nicht alleine an der Misere „schuld“ ist.

 Zu einer Affaire gehören immer drei!

Denn wenn eine Person in einer Beziehung nach Außen flüchtet, hat sich zuvor die andere Person bereits abgewendet. Und es muss eine dritte Person geben, die es zulässt die dritte Geige zu spielen!

Die drei Blickwinkel und welche Motive wirklich dahinter stecken

So spielt jeder seine Rolle:

1) Die Affaire: fehlende Selbstwertschätzung

Sehr oft das dritte Rad am Wagen.

Immer und immer wieder das Zusammensein mit einem Menschen, den man aufrichtig liebt –  und die Abweisung danach. Ein ständiges schmerzhaftes Programm. Ein kommen und gehen. Ein heranziehen und wegstoßen. Ein dauerndes sich selbst quälen.

Bei Menschen die sich selbst dieser Situation aussetzen kann es gut sein, dass sie im Prinzip gar keinen Platz für einen „vollwertigen“ Partner in ihrem Leben haben.

Weil auch sie sich nicht als „vollwertigen“ und liebenswerten Menschen sehen. Vielleicht auch ein Hinweis darauf, Anteile einer Gefalltochter in sich zu haben.

Fragen die in dieser Situation weiterhelfen:

– Wenn ich mein Leben mit einer Bibliothek vergleiche: möchte ich das Buch mit meiner Affaire, mit dem ständigen Drama immer und immer wieder aus dem Regal nehmen und erneut lesen?

– Liebe ich mich ehrlich und aufrichtig selbst?

– Kenne ich das Gefühl der bedingungslosen Liebe aus meiner Kindheit? Wenn nicht wie kann ich mir dieses Gefühl selbst geben?

2) Der/die Betrogene: von Verlassensängsten begleitet

Ein Mensch der sich gerade bitter in seiner Menschenkenntnis getäuscht hat und die Welt nicht mehr versteht. Auf den ersten Blick betrachtet das arme, ahnungslose Opfer. Ein Mensch der von einen Tag auf den anderen dazu gezwungen ist sich mit einer gravierenden Veränderung und Zurückweisung zurecht zu finden. Sorgen, Fragen und Ideen wie:

„Was hat der/die andere, was ich nicht habe?“

, führen noch weiter zu einem geknickten Selbstwert.

Doch auch wenn es im ersten Moment schmerzhaft erscheint – um den gleichen Fehler nicht wieder zu machen und die Beziehung vielleicht noch retten zu können sind viel eher Fragen heilend wie:

– Welchen Anteil habe ich dazu beigetragen, dass mein Partner gegangen ist?

– Wurde ich in meinem Leben schon einmal verlassen? Und erwarte unbewusst ohnehin, dass es mir wieder passieren wird? (Dann wirkt das leider gefährlichste Gesetz der Welt, die selbsterfüllende Prohezeiung).

– Habe ich meinem Partner Dinge vorgeworfen, die in förmlich dazu getrieben haben es auch zu tun?

– Habe ich mich zuvor innerlich distanziert, habe ich meine Partner abgewiesen?

3) Der/die Fremdgeher/in: auf der Suche

Über das schlechte und quälende Gewissen haben wir ja bereits gesprochen. Aus eigenen Fehlern zu lernen ist in dem Fall mehr als angebracht, quälende Selbstzweifel eher nicht. Welche Fragen in diesem Kontext viel wichtiger sind:

– Wohnach sehne ich mich insgeheim?

– Was fehlt mir in meinem Leben?

– Warum brauche ich Bestätigung, Aufmerksamkeit und Liebe von Außen? Kann ich mir das nicht selbst geben?

– Welches Gefühl ist mir in meiner Beziehung abhanden gekommen?

– Gibt es auch andere Wege wie ich aus meiner gewohnten Komfortzone flüchten kann?

Und trotzdem haben alle drei Beteiligten eines gemeinsam

Die Angst vor Nähe! Das gleichzeitige Angebot von „Lass dich mit mir ein – und komm mir nicht zu nahe.“

Kann aus einer Affaire noch etwas Gutes werden?

Es ist nicht leicht, es ist sogar verdammt schwer aus einer solchen Krise etwas mitzunehmen. Aber wenn du nicht möchtest, dass du irgendwann wieder an dem gleichen Wendepunkt landest, ist diese Misere auch eine Chance.

  • Welcher Faktor hat zu unserem Glück GEFEHLT?

Wenn es dir gelingt den Faktor, der in der Beziehung gefehlt hat zu er ermitteln (zB. mangelnde Lebensfreude) besteht die Möglichkeit deine Beziehung auf eine neue Stufe zu heben. Und euch neu kennen zu lernen.

Wenn das nicht mehr klappt, kannst du dir das fehlende Element Stück für Stück selbst geben und in deine nächste Beziehung mitbringen.

  • Auch wenn es absurd klingt: KRISE BRAUCHT NÄHE

Selbst wenn es so richtig kracht und die Emotionen hoch gehen: eine temporäre Trennung oder Pause bringt dich in dem Fall nicht weiter.

Variante 1: Eine Krise gemeinsam wenn auch schweigend (falls vorübergehend die Worte fehlen) durchzustehen schweisst zusammen und gibt euch die Chance auf neutralem Boden neu zu beginnen.

Variante 2:  Nach einer gemeinsam durchgestandener Krise getrennte Wege zu gehen ist ok. Nachdem vieles geklärt wurde wirst du deine Verhaltensmuster die an der Trennung mit beteiligt waren nicht mehr durchlaufen.

 

Ich hoffe dieser Artikel war heute nicht zu düster, aber ich bin davon überzeugt, dass viele Erkenntnisse in ihm stecken.

Und ich wünsche dir, dass er dich davor bewahrt je in so eine Situation zu kommen und wenn doch – dann das letzte Mal!

P.S. Als Affairenmanagerin* kann ich dir als Expertin im deutschsprachigen Raum meine Kollegin Melanie Mittermaier sehr empfehlen. Sie vermittelt geballtes Know How, zudem ist Unterhaltung garantiert 🙂

Sei bei dir – bleib bei dir

 

Literaturangabe:

Sabine&Roland, Bösel (2012). Leih mir dein Ohr und ich schenk dir mein Herz. München: Goldmann.

Beitragsbild © Wrangler – Fotolia.com

9 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Nils Terborg
11. April 2014 19:18

Ich finde du hast das gut analysiert, auch und gerade vom psychologischen Background her.
Ich stoße mich aber ehrlich gesagt an der gesamten Konstruktion der Situation. Für mich ergibt das Ganze keinen Sinn, denn egal wie sehr mich eine Frau erfüllt, sie wird niemals die einzige sein. Weder sexuell noch beziehungsmäßig (und ich bin jetzt nicht gerade so ein krasser Polyamorie-Typ oder so…) und streng genommen ist das ja nie so: denn der Partner ist in den seltensten Fällen der einzige Sexualpartner (fast nie, wenn man die zeitliche Komponente hinzunimmt, denn der durchschnittliche Deutsche hat 6 in seinem Leben) und kann ja auch nicht den besten Freund/die beste Freundin oder familiäre Strukturen ersetzen.

Woher kommt dieser Gedanke, dass ein Mensch alles können muss? Disney? Hollywood? Kitschroman-Propaganda? Ich finde das irgendwie etwas lebensfremd. Und dabei will ich jetzt keine monogamen Lebensentwürfe kritisieren. Soll auch da durchdachte Entwürfe geben;-]

Wenn man das mal reflektiert kommt einem die Affären/Fremdgeh-Problematik seltsam profan und weltfremd vor. Womit ich nicht sagen möchte, dass das kein reales Problem ist…

Antworten

    Hi Nils!

    Danke für dein Feedback!

    Ich weiß, dass niemand perfekt ist. Und ich weiß, dass Fehler zum Leben gehören und wir nur durch sie lernen können. Sie sind wichtige Wegweiser.

    Ich möchte Menschen dazu aufmuntern, aus ihren Fehlern auch etwas Gutes mitzunehmen und nicht an ihrem schlechten Gewissen und quälenden Gedanken hängen zu bleiben.
    Und nicht gleich DIE FLINTE INS KORN ZU WERFEN wenn ihnen oder einem geliebten Menschen ein Ausrutscher passiert ist.

    Und natürlich kann man die Situation mit dieser “klassischen Affaire” nicht auf jeden Menschen überstülpen, und das möchte ich auch gar nicht. Der Artikel soll dazu anregen, sich auch emphatisch in die Situation der anderen hineinzuversetzen anstatt im Selbstmitleid zu versinken.

    Und ja, ich lebe monogam und das nach einer langen Singelphase sehr gerne – auch wenn es kitschig klingen mag, aber ich steh eben auf Kitsch und Romantik 😉 Und ich hätte das früher auch nicht gedacht. Ich fühle mich auch alleine gut und lebe ein glückliches Leben. Und mein Partner gibt dem Ganzen noch den prickelnden Feinschliff. Und meine Beziehung, er, erfüllt mich ganz. Wenn das nicht so wäre, würde ich mir die Frage stellen, ob die Beziehung überhaupt Sinn macht.

    Aber jeder Mensch ist ein individuelles Wesen, mit individuellen Bedürfnissen. Und ich verstehe auch die Werterhaltung einfach offen sein zu wollen. Wenn es dir gut tut und dich erfüllt- definitiv die Richtige Wahl!

    Lg, Michaela

    Antworten

Liebe Michaela!

Vielen Dank für dieses schöne Thema und deine Gedanken in dem Artikel! Ich hoffe ich darf meine Gedanken hinzufügen, weil gerade dieses Thema mich schon eine lange Zeit begleitet. Es hat mich auch schon zu einigen sehr tiefen und schönen Erfahrungen geführt, wofür ich dankbar bin, die ich aber Anfangs nicht verstanden habe.

Also… Schuld gibt es in diesem Fall und in jedem anderen Fall nie. Nur unverstandene und unbefriedigte Bedürfnisse. Zu erwarten, dass der feste Partner einem alle Bedürfnisse befriedigt ist eine hohe Erwartung mit der man sich selbst und den Partner schnell unter Druck setzt. Das führt dann schnell zum Gefühl von Schuld welches nur bei Anwesenheit einer Moral (Erwartungshaltung) geben kann, die Handlungen, Worte, Gedanken und Gefühle verurteilt. Wir selbst sind dabei die härtesten Richter und lassen durch die gesellschaftliche Moralisierung tiefere Begegnungen mit anderen Menschen gar nicht mehr zu, weil wir der Moral der Beziehung folgen. Vielecksbeziehungen sind eine ganz normale Erscheinung, aber nicht sehr leicht zu verstehen weil viele komplex geprägte Wesen (Menschen) mit im Spiel sind.

Eine Dreiecksbeziehung entsteht, wenn man jemandem begegnet der andere innere Bedürfnisse befriedigt als der eigene Partner. Das ist weder gut, noch schlecht. Es ist einfach so und passiert jeden Tag und bei jeder echten Begegnung. Das ist auch nur möglich, weil fast jeder Mensch die eigene Fähigkeit zur Befriedigung dieses Bedürfnisses nach Außen (an den Partner oder eine der Affairen) projiziert. Es ist sogar ein wichtiger Motor für persönliche Entwicklung, wenn man hinter die Dynamik kommt.

Die einzige Lösung dafür ist die Arbeit am Selbstwert bei allen Beteiligten. Eine Dreiecksbeziehung kann man nur bewusst verlassen, wenn man in sich die Aspekte erkennt die ins Drama(dreieck) führen. Sonst wechseln vielleicht die Beteiligten, aber das Spiel im Drama wird sich immer wiederholen. Hinweis: http://de.wikipedia.org/wiki/Dramadreieck

Weitere Hinweise für die Arbeit am Selbstwert gibt es in Wien: http://theviennajunto.waytowealth.at

Ganz liebe Grüße und ich hoffe wir sehen uns am 27.April zur Eröffnung der neuen Gruppe: https://www.facebook.com/events/245070655678622

Nico

Antworten

    Lieber Nico!

    Wow, danke für deinen reflektierten Input zu dem Thema!

    Ich verstehe deine Sichtweise, jeder Mensch jede Begegnung hat seinen Sinn und berührt uns in gewisser Weise, wenn wir es zulassen können. Und ein einzelner Mensch, ein Partner kann nie all diese Bedürfnisse abdecken. Vorallem ändern sich unsere Bedürfnisse ja je nachdem in welcher Lebensphase wir uns gerade befinden. Ob´s uns gerade gut geht oder ob wir uns nicht “ganz” fühlen. Doch die Grundwerte, die meine Partnerschaft auszeichnen möchte ich mit einer Person alleine Teilen. Und für alles andere ist jede Menge Platz.

    Und ja mein Partner ist nicht dafür da, um mich glücklich zu machen. Diese Erwartungen kann ich in erster Linie nur an mich selbst stellen.

    Sonst wäre das ja nur “GELIEHENES GLÜCK”…

    Alles Liebe,
    Michaela

    Antworten

Hallo Michaela!

Ich finde es sehr schön wie du diese Diskrepanz zwischen der Angst vor Nähe und dem Nicht-Alleine-Sein-Wollen beschreibst. Das kenne ich nur zu gut und kann daher aus persönlichen Erfahrungen von mir und auch von vielen Freunden und Bekannten berichten.

Für mich kommt in dem Artikel aber schon heraus, dass du Affären als was Schlechtes und Beziehungen als ersterebneswert ansiehts. (“Kann aus einer Affäre noch etwas Gutes werden”)

Ich persönlich stelle mir dann die Frage, ob es wirklich immer gut oder schlecht sein muss. Es hängt doch mehr vom Kontext ab in dem ich mich gerade befinde. Auch aus deiner Sicht interessant wenn du dir selbst die Kontextfrage stellst- hast du schon immer so gedacht?

Ich bin der Meinung, dass jede Konstellation Vor-und Nachteile hat, die in verschiedenen Situationen oder Lebensabschnitten unterschiedlich schwer wiegen.

Wo ich dir aber durchaus recht gebe ist, dass diese Entscheidung nie Anhand von Zweifeln, fehlender Selbstwertschätzung oder Verlassenängsten getroffen werden soll, sondern aus persönlicher Überzeugung und positiven Intentionen. Dann kommen auch ganz andere Gefühle dabei raus.

Alles Liebe
Mario

Antworten

    Lieber Mario!

    Danke für deinen Kommentar- gutes Kontextreframing 😉

    Sehr scharf erkannt, ich bin auch ein Mensch, der es tunlichst vermeidet zu bewerten. Und ja, manch ein glückliches Pärchen hat sich vielleicht nur durch eine Affaire kennen gelernt und dadurch eine Chance bekommen. Manch verlassener Mann hat seine Traumfrau vielleicht nur deshalb gefunden, weil seine vorherige Frau freiwillig gegangen ist.

    Da ich hier auf meinen Blog nur über Themen berichte, mit denen ich selbst Berührungspunkte hatte, ist das auch bei dem Thema “Dreiecksbeziehung” so. Und zu dem Zeitpunkt, als ich involviert war, ging es mir gar nicht gut damit. Und ich möchte diese mitschwingenden Gefühle meinen LernerInnen ersparen. Also kann es durchaus sein, dass in meinem Kontext eine negative Erfahrung mitschwingt.

    Alles Liebe,
    Michaela

    Antworten

Hallo Michaela,
ein sehr interessanter Artikel, der mich zum Nachdenken gebracht hat.

Wenn nicht von vornherein geklärt ist, dass es eine offene Beziehung ist und das beide so wollen, wird das Fremdgehen doch logischerweise als negativ bewertet. Wenn ich mich nicht absichtlich wie der letzte Horst verhalte und meinen Partner verletze oder total vernachlässige, setze ich ja grundsätzlich schon mal Vertrauen in die Beziehung. Und wenn dann plötzlich ein Dritter auftaucht bin ich doch ganz klar verletzt, weil ich mich abgewiesen und ersetzt fühle.
Sicher kann ein Partner nicht alle Bedürfnisse erfüllen, im Idealfall sollte es aber so sein, dass er die Bedürfnisse erfüllt, die man in einer normalen Freundschaft nicht hat (sonst wäre es eine Freundschaft und keine Beziehung).
Und wo fängt Fremdgehen an? Muss es passiert sein oder reicht auch schon die Absicht?
LG
Sybille

Antworten

    Liebe Sybille!

    Danke für deinen Input!

    Nicht und niemand im Leben ist 100% perfekt, und richtig ein Partner wird uns nie ALLE Bedürfnisse erfüllen können. Ich sollte mir darüber klar sein, welche Hauptbedürfnisse, welche Werte und Einstellungen ich in meiner Beziehung leben möchte und diese dann gemeinsam mit meinem Partner ausleben. Wenn das nicht möglich ist, ist er vielleicht nicht derjenige, der gut zu mir passt.

    Wo fängt Fremdgehen an?

    Eine sehr gute Frage, und eine sehr individuelle Frage. So wie wir alle Schätze sind, haben wir auch dazu alle unterschiedliche Ansichten darüber. Auch diese Grenze gilt es zu Beginn einer Beziehung zu definieren. Oder sie ist ohnehin selbstverständlich, wenn eine Grundbasis für tiefes Vertrauen herrscht.
    Ich denke schon allein der Wunsch oder die ABSICHT fremd gehen zu wollen, ist ein Warnzeichen dafür, dass in der Beziehung ein wesentliches Element fehlt.

    Alles Liebe,
    Michaela

    Antworten

Liebe Michaela,

ich finde deinen Artikel sehr interessant und wichtig, und die Fragen, die du den jeweils drei Beteiligten stellst, genau passend. Und da hast du ein ganz schön heißes Eisen angepackt – über das viel mehr gesprochen werden sollte!

Leider stellt man deine Fragen in der Regel gar nicht oder erst dann, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist…

Ich glaube, dass Menschen, die eine Affäre beginnen, nicht klar ist, was auf sie zukommt. Am Anfang ist da einfach dieses tolle Gefühl mit dem anderen Menschen, aber früher oder später kommen extrem schwierige Aufräumarbeiten in alle Richtungen auf einen zu, es sei denn, man schafft es, die Affäre dauerhaft vor dem eigenen Partner geheim zu halten.
In einer Beziehung, in der ein solches Maß an Heimlichkeit gelingt, möchte ich allerdings nicht leben, denn das schließt ja schon auf eine ziemliche Distanz zwischen den Partnern!

Überhaupt: Heimlichkeit! Es wird einem auch in einer glücklichen Partnerschaft immer wieder passieren, dass man einmal einen anderen Menschen attraktiv findet und sich zu ihm hingezogen fühlt.
Ich glaube, es ist sehr wichtig, sich und dem Partner dies zuzugestehen und über so etwas offen reden zu können, ohne dass sich deshalb der eine vom anderen abwendet.
Und ich meine damit nicht, dass man mit dem anderen etwas anfängt, sondern nur, dass es wichtig ist, über solche Dinge ehrlich zu sein.
Allein durch das Aussprechen regeln sich die meisten Fälle von selbst, denn darüber zu sprechen bringt einen wieder näher zum eigenen Partner und lässt den anderen an Attraktivität verlieren.

Ich teile diesen Artikel gerne und hoffe, dass er dazu beiträgt, in Beziehungen bewusste Entscheidungen zu treffen!

Liebe Grüße,

Kendra

Antworten

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