Raus aus der Opferrolle! Wie du durch Erwachsen SEIN zum Gestalter deines Lebens wirst

So kannst du dein Erwachsen SEIN auf coole Art und Weise leben und für dich und deine Beziehung Verantwortung übernehmen. 

Unabhängig von unserem physiologischen Alter fühlen wir uns mehr oder weniger reif. Weniger reif und stark fühlen wir uns, wenn gewisse Probleme gewisse Muster immer wieder auftauchen, obwohl wir uns bewusst sagen:

“Ich will so gar nicht handeln!”

Vielleicht gerätst du in deinen Beziehungen früher oder später immer wieder an einen entscheidenden Wendepunkt wo du sagst, Stopp bis hierhin und nicht weiter.

Das kann sich auf unterschiedliche Art und Weise zeigen:

  • Vielleicht wählst du sogar selbst immer wieder Menschen aus, die dir im Endeffekt nicht gut tun.
  • Oder du schadest dir ganz ehrlich betrachtet mit einem wiederkehrenden Gedanken oder einer Verhaltensweise auf lange Sicht gesehen selbst.

Und auch wenn du davon überzeugt bist, ja, du möchtest definitiv etwas verändern, gibt es scheinbar einen Teil in dir, der da noch anderer Meinung ist. Und du kämpfst die ganze Zeit mit dir selbst!

 Wissen und Tun sind zweierlei.

So passiert es, dass wir uns in bestimmten Lebensphasen einfach nicht entscheiden wollen und können und uns somit in eine Art „Schwebezustand“ begeben. In einen Zustand, in dem wir nicht wissend sind. Wo wir einfach nicht wissen, wie es jetzt weitergehen soll. Wie konkret eine Veränderung aussehen soll, die auch funktioniert, ist uns noch nicht bewusst.

[Tweet “Doch auch keine Entscheidung, ist eine Entscheidung!”]

Die wertvolle Phase des nicht Wissens

Diese Phasen des Besinnens sind wichtig für unsere eigene Entwicklung, doch wenn wir zu lange in diesem passiven Nichtstun verweilen, beginnen wir logischerweise selbst an uns zweifeln. Manchmal quälen wir uns selbst dann noch ein bisschen mehr, weil wir immer unzufriedener mit der Gesamtsituation werden.

Trotzdem fühlen wir uns noch wie ohnmächtig weil wir nicht wissen, wie wir die Situation selbst in die Hand nehmen können.

In diesem entscheidenden Momenten fehlt uns eines: der Mut und die Willenskraft endlich Erwachsen zu SEIN!

Neulich wurde folgendes Anliegen von einer Klientin sehr weise auf den Punkt gebracht:

Nachdem sie immer wieder an Beziehungspartner geraten ist, die es nicht so ernst meinten wie sie, und regelmäßig auf Distanz gingen sagte sie voller Überzeugung:

„Ich möchte jetzt endlich Erwachsen werden!“

Gutes Ziel. Doch das bedeutet für mich, sie ist noch auf dem Weg ist, und diesen Weg noch für sich auskostet. Gut möglich, dass noch ein Learning wartet, bevor es zu nächsten Etappe geht. Um ihr Handeln aber wirklich zu verändern, ist es zielführender von Beginn an zu sagen:

„Ich BIN Erwachsen“.

Denn, die Macht unserer Sprache und die Art und Weise, wie sie auf die tieferen Schichten unseres Unterbewusstseins wirkt, ist nicht zu unterschätzen!

Es ist ein riesen Unterschied ob du dein Ziel in der Zukunft formulierst („Ich möchte jetzt endlich Erwachsen werden!“) oder ob du dir selbst suggerierst (“Hey, ich BIN doch schon im Erwachsen Sein anbekommen!).

Somit schnupperst du gleich in das Gefühl hinein, wie es ist, und bist es dann automatisch schon ein großes Stück weit.

Du denkst jetzt vielleicht: „Hilfe, Erwachsen Sein, das klingt so ernst, ich möchte nicht spießig, langweilig und super reif sein …“

Was erwachsen SEIN dir alles eröffnen kann

Doch wirklich Erwachsen zu sein bedeutet für mich, das Leben selbstbestimmt in die Hand zu nehmen!

Frei zu sein von Zwängen und auferlegten Verhaltensmustern zu leben.

  • Die Dinge zu tun, die wahrlich deiner Natur entsprechen und die dir im wesentlichen gut tun.
  • Einen Partner zu haben, der keine Defizite in dir korrigiert, sondern deine Persönlichkeit wunderbar ergänzt. Und dich noch ein Stückchen ganzer werden lässt.
  • Deine Familie so anzunehmen, wie sie ist, und trotzdem dein eigenes Leben und deine Beziehungsvision zu gestalten. Die Art  von Beziehung zu leben, die zu dir passt.
  • Freunde zu haben, bei denen du dich wahrlich geborgen fühlst.
  • Strategien für dich zu haben, um gut mit dir selbst und mit anderen umgehen zu können.
  • Alle deine persönlichen Anteile zu entdecken, und sie lieben und schätzen zu lernen.
  • Erwachsen zu sein bedeutet Freiheit und so zu leben, dass du andere nicht für dein eigenes Glück verantwortlich machst.

Und vorallem:

  • Erwachsen sein heißt, bei dir sein und bei dir zu bleiben.

Deine Gefühle, Gedanken wahrzunehmen und deine Realität selbst zu gestalten. Rechtzeitig und bewusst auf dich zu hören und nicht über dich selbst „hinwegzustrudeln“. Quasi regelmäßig einen inneren Check zu machen, ob du noch auf Kurs bist.

Klingt gut?

Dann keine Angst, auch im Erwachsenen- Modus bleibt das innere Kind in dir  bestehen und soll auch regelmäßig geweckt werden!

Das kleine Wörtchen „UND“ als wichtiger Schlüsselfaktor zur Selbstliebe

Wenn du Zustände oder Ziele für dich erwachsen formulierst und am besten schon damit beginnst in sie hineinzuträumen, ist es wichtig nicht ins Schwarz-Weiß denken zu verfallen.

Also zum Beispiel nicht davon auszugehen, dass etwas mit 100%iger Sicherheit in nur eine Richtung gehen kann.

Deshalb ist das kleine Wörtchen „und“ so heilsam und wirksam, auch um uns selbst nicht zu selbstkritisch zu betrachten. Und tatsächlich das gesamte Spektrum einer Verhaltensänderung abzudecken.

Ein Beispiel für erwachsen formulierte Ziele:

– Ich nehme andere an, so wie sie sind UND zeige meine eigenen Grenzen auf.
– Ich schätze mich selbst wert UND  kann auch kritisch mit mir sein.

 

– Ich zeige meine  Liebe UND kann auch einen Schritt zurück gehen.

Eine große Lebensfrage: Was bedeutet Erwachsen SEIN für dich?

Eine gute Methode um für dich jetzt tatsächlich auf den Punkt zu kommen:

Schreib nieder oder mache etwas anderes kreatives aus den Impulsen, die in dir beim Lesen hoch gekommen sind.

Alles was du aufschreibst, dient zur Orientierung, wo du gerade stehst und erleichtert es dir, dort anzukommen wo du hin möchtest bzw. noch viel wichtiger – jene Komponenten die dir wichtig sind bereits aktiv zu leben. Ausserdem hören sich diese Dinge dann auf, in deinem Kopf zu drehen 🙂

Bitte hinterlasse mir einen Kommentar: Ich bin immer  gespannt mehr über deine Gedanken und Gefühle zu erfahren:

Was sind deine Top drei Kriterien, woran du für dich erkennst Erwachsen zu sein? Vielleicht sogar mit einem “und” verbunden?

P.S. Ich habe mir meine Liste, was Erwachsen sein für mich bedeutet, von vor 2 Jahren gerade hergenommen. Es hat sich so vieles verändert. Einerseits sind es viel weniger Begriffe geworden andererseits sind meine Wünsche klarer uns somit für mich realer geworden.

 

Sei bei dir- bleib bei dir

26 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Hallo liebe Michaela,
ich sag ja immer spätestens wenn jemand 18 Jahre alt ist, kann man sein Leben selbst in die Hand nehmen, dann sind die Eltern nicht mehr “schuld” 😉

Erwachsen sein bedeutet für mich unter anderem “ich kann tun und lassen was ich will UND ich bin verantwortlich UND ich bestimme UND ich kann trotzdem noch kindisch sein und nicht alles so ernst nehmen”

Sonnige Grüße
Ute

Antworten

Hi Michaela

Du schreibst zum Top Thema schlechthin und ich folge Ute zu 100%.

1) Erwachsensein bedeutet allein zu sein. Nicht allein ohne soziale Kontakte, sondern ohne Eltern die bestimmen was zu tun oder zu lassen ist, welche Werte gelten und ob etwas richtig oder falsch ist. Wenn ich das sehe, erkenne ich meine Freiheit.

2) Erwachsensein heisst dem Leben zu vertrauen, dass es gut ist so wie es ist. Leben ohne etwas bestimmtes zu erwarten. Damit lasse ich mich vom Leben bewegen ohne Kampf.

3) Erwachsensein setzt das Wahrnehmen voraus, zu sehen, hören und spüren ohne zu werten.

Sobald ich Erwachsen bin, kann ich derjenige sein, der ich schon immer war. Natürlich wird das viele Menschen ent-täuschen aber als Erwachsener kann ich das nehmen.

Liebe Grüsse
Erwin

Antworten

    Lieber Erwin!

    Vielen Dank für deine schöne und persönliche Definition von Erwachsen SEIN. Ich finde den Ansatz mit dem ent-täuscht sein, wahnsinnig gut.
    Oftmals vergessen wir die positive Konsequenz davon ent-täuscht zu werden! Und zwar keiner Täuschung mehr zu unterliegen sondern für uns klar zu sehen!

    Danke und liebe Grüße,
    Michaela

    Antworten

Hallo liebe Michalea,

ich meine, dass am erwachsen sein einfach kein Weg vorbeiführt, das ist der Lauf der Zeit
man sagt zwar, dass manche Menschen nie erwachsen werden, aber da bin ich nicht so sicher
was natürlich nicht heißt, dass man sein inneres Kind nicht auch ab und zu rauslassen darf 🙂

für mich heißt erwachsen sein
-ich entscheide, was ich tue und bin für mein Handeln auch verantwortlich
-ich nehme mein Leben selbst in die Hand
-ich akzeptiere mich so wie ich bin

in den letzten Monaten durfte ich wieder feststellen, dass manche Menschen mit zwanzig aufgrund ihrer Lebenserfahrung schon “erwachsener” sein können als so manche dreißigjährige

witzigerweise ist mir gerade eine Geschichte eingefallen, die ich vor etlichen Jahren erlebte
ich war noch sehr jung (ich müsste so um die dreizehn gewesen sein) und alberte mit einem wesentlich älteren Cousin herum, der meinte, als es ihm zu bunt wurde, ich müsste doch endlich mal erwachsen werden
damals kam mir diese Bemerkung reichlich seltsam vor
rückblickend kann ich schon verstehen, dass man als Erwachsener so etwas sagen kann, aber ich meine, dass die meisten Jugendlichen damit nichts anfangen können (erwachsen ist man noch früh genug 🙂 )

lg Bettina

Antworten

    Liebe Bettina!

    Danke für die Kriterien, die ein persönliches Erwachsen Sein kennzeichnen.

    Schöne Geschichte! In meiner Wahrnehmung wäre es in seiner Situation Erwachsen gewesen, wenn er dich in dieser Situation angenommen hätte wie du bist, mit all deinen Facetten und deiner kindlichen Leichtigkeit! Denn mit solchen Glaubenssätzen und Aussagen, wird so oft viel Buntes und Kreatives unterdrückt – aber du lebst soviel ich weiß diese Komponente sowieso aus. Und auch das finde ich Erwachsen 🙂

    Alles Liebe,
    Michaela

    Antworten

Liebe Michaela,

das ist wirklich ein wunderschöner Artikel und spricht mir aus der Seele.

Für mich bedeutet erwachsen sein:

1.) zu mir selbst und meiner Meinung stehen und mich genauso anzunehmen, so wie ich jetzt gerade bin
2.) gut für mich selber zu sorgen, indem ich bewusst auf meine Bedürfnisse achte
3.) meine Ziele zu verfolgen und mich trauen meiner Leidenschaft und meinen Träumen zu folgen

Danke für den Gedankenanstoß und ich freue mich schon auf weitere tolle Artikel von Dir

Alles Liebe,

Claudia

Antworten

Hi Michaela,

danke für diesen wunderbaren Artikel.

Erwachsensein beziehe ich auf innere Kriterien.
Sich selbst zu kennen, ein selbstbestimmtes Leben und vor allem die Liebe zu sich selbst.

In unserer Gesellschaft ist zu beobachten, dass erwachsen zu sein, meist mit dem Alter und der Selbständigkeit (im Sinn von unabhängig von den Eltern) in Verbindung gebracht wird. So kommt es, dass viele Menschen ein hohes Alter haben, jedoch noch nicht erwachsen sind.

Vermutlich ist erwachsen zu werden eine Lebensaufgabe. 🙂

Alles Liebe
Robert

Antworten

Hallo Michaela,

ich finde deine Definition mit dem Selbstbestimmt handeln sehr gut. Für mich bedeutet erwachsen sein:

– Verantwortung für mein Leben zu übernehmen
– Selber dafür zu sorgen, dass es mir gut geht
– MEIN Ding zu machen (ohne zu versuchen Liebe und Aufmerksamkeit im Außen zu bekommen)

Alles Liebe,
Mara

Antworten

    Hi Mara!

    Danke dir! Schön gesagt, Liebe und Aufmerksamkeit können wir dann in weiterer Folge auch nur weitergeben, nachdem wir UNS genau das selbst gegeben haben!

    Alles Liebe,
    Michaela

    Antworten

Hallo Michaela,

da löst du bei mir was aus. Hätte ich das Erwachsen-Sein nicht bei mir entdeckt, hätte ich die Selbstverantwortung für mein Leben nicht gefunden.

Manchmal muss man vom Leben einen tritt bekommen, damit man das erst versteht und ich für meinen Teil habe einen sehr großen tritt bekommen.

Nun strebe ich an
-Glücklich und Zufrieden zu sein
-Liebe zu geben, denn bekomme ich automatisch welche
-Täglich an mir selbst zu arbeiten

Beste Grüße aus Hamburg,
Dennis

Antworten

    Lieber Dennis!

    Da bin ich ganz bei dir. Ja diesen Tritt den du beschreibst müssen wir aber nicht immer herausfordern, indem wir uns zu lange gegen eine Veränderung wehren. Rechtzeitig zu erkennen wann und wo der Schuh drückt und selbstbestimmt zu handeln ist auch für mich ein wesentlicher Bestandteil für mein Erwachsen SEIN.

    Lg, Michaela

    Antworten

      Da hast du völlig recht, das man dies nicht herausfordern sollte. Aber wenn man sich dem nicht bewusst ist, dass man es so schnell wie möglich hinter sich bringen muss, dann muss man diesen tritt mehrfach bekommen oder einen ganz großen.

      Sonst nimmt man es ja nicht wahr.

      Du weisst ja… weil du meinen Blog liest. wie groß mein tritt für mich war. Daher muss man erstmal als Mensch sich dazu öffnen wollen…. hier liegt der Knackpunkt.

      Antworten
Patrice Huraux
29. Juli 2014 15:43

Ein super Beitrag, der zum Nachdenken anregt. Also für mich bedeutet erwachsen sein, dass man frei ist, alles tun kann im Leben, um glücklich zu sein. Verantwortung zu übernehmen, was mir in der Jugendzeit schwer viel und Fehler zu machen, um aus ihnen zu lernen. Ab und an bin ich sehr kindisch, dass gehört einfach zum erwachsen sein dazu. Wer sich nicht auch mal wie ein Kind benimmt, der ist in meinen Augen nicht erwachsen.

Lieben Gruß
Patrice

Antworten

Ich habe vor einiger Zeit beschlossen, das Erwachsen-sein wieder abzulegen. Das war einfach sehr unlustig 🙂
Behalten habe ich mir davon eine neue Definition als die, die ich bisher kannte.

Eigenverantwortung für mein Leben zu übernehmen und entsprechend zu halten.
Albern sein und Spaß haben wie ein Kind.
Auf mein Bauchgefühl hören.

Ich liebe es! 🙂

Alles Liebe,
Kirstin

Antworten
    RomyMarlene
    20. Oktober 2017 2:51

    Das gefällt mir, Kirstin, ich finde es auch irgendwie so furchtbar schwer ( ich meine diese Schwere statt dieser kindlichen Leichtigkeit ) erwachsen zu sein. Alles muß überdacht und analysiert werden statt einfach so mit einer unglaublichen Heiterkeit ins Leben zu springen. Natürlich, die Eigenverantwortung ist wichtig – aber seltsamerweise habe ich die als ” Kind ” viel eher gespürt und gelebt als jetzt, da ich es mir angwöhnen möchte, erwachsen zu sein. Weil alles aber auch alles läßt sich mit Freude leichter bewältigen als mit Schwere, oder etwa nicht?

    Antworten

Hallo Michaela,

witzig, dass ich zu diesem Beitrag gekommen bin. Der entspricht gerade so was von meiner inneren Einstellung.
Jeden Moment kann meine Tochter geboren werden. Meine Frau und ich warten eigentlich nur mit gepackter Kliniktasche auf den Beginn der Wehen! 😉
Am Anfang der Schwangerschaft habe ich mir die Frage gestellt: “Muss ich jetzt erwachsen sein? Hört der Spaß jetzt auf mit all der neuen Verantwortung!?”
Das Ergebnis war, dass ich längst erwachsen bin und sich die innere Einstellung nicht radikal ändern wird. Erwachsen zu sein bedeutet, dass ich meine eigenen Entscheidungen treffe – egal wie die aussehen.
Auch wenn ich mich entscheide, dass ich mit den Jungs am Wochenende mal einen Abend vor der X-Box verbringen will, ist das eine erwachsene Entscheidung, weil ich sie mit mir selber treffe.
Erwachsen sein war einige Jahre eine “böse Sache” – so wollte “man” nie werden.

Im Endeffekt ist es aber nix wildes und auch nicht dramatisch einschneidend…eher befreiend! 😉
Danke für diesen Artikel!

Grüße,
Gordon

Antworten

    Lieber Gordon!

    Das freut mich und sehr gerne! Uh ich kann mir vorstellen, dass die Nerven in dieser Situation ziemlich auf die Probe gestellt werden. Aber gerade als froschgebackener Papa dürfen wir noch einmal so richtig Kind sein wenn wir die Welt durch die Augen eines Kindes erleben. Bestimmt eine tolle Erfahrung UND gleichzeitig sehr Erwachsen!

    Lg, Michaela

    Antworten

Liebe Michaela

das ist ein schöner Beitrag und ich denke gerade darüber nach was Erwachsen -Sein für mich bedeutet.

Mir fällt das Bild eines Baumes ein. In der Kindheit wachsen die Wurzeln – das Vertrauen in das Leben. Später kommt dann die Aufrichtung – der Stamm, das Zu-Sich-Stehen. Erwachsen- Sein bedeutet dann für mich die freie Entfaltung – die Blätter und die Äste.

Ich brauchte länger bis zur Entfaltung – da ich an den Wurzeln und am Stamm nacharbeiten durfte, damit ich jetzt alle die Blätter und Früchte tragen kann :-).

Und das Leben verläuft nicht linear – daher darf man ruhig in das kindliche Verhalten, in die jugendliche Trotzphase zurück. Das macht das Leben bunt und wunderbar.

Von Herzen liebe Grüße und bis bald
Veronika

Antworten

    Liebe Veronika!

    Danke für diese wunderschöne Metapher – und genau die Dinge die uns im Leben widerfahren sind, machen uns zu den wundervollen Menschen (oder prächtigen, facettenreichen) Bäumen, die wir heut sind. Jeder für sich ganz speziell und individuell 🙂

    Lg, Michaela

    Antworten

Liebe Michi,

ein schöner Artikel.

Für mich bedeutet erwachsen sein folgendes:

– Eigenverantwortung für TUN und DENKEN übernehmen und auch mich auch mal leiten lassen
– Mit mir alleine sein zu können um dann/und die Gesellschaft lieber Menschen genießen (statt brauchen) zu können und vor allem
– Einfach sein und nicht ständig abzugleichen. Wo war ich gestern, wo bin ich heute…. Dem Vergleich entwachsen sein. Denn “dein Bestes ist gut genug”.

Vielen Dank, dass du mich zum Nachdenken angeregt hast & mich ein bisschen auf den Boden zurückgeholt hast.

Alles Liebe,
Viki

Antworten
Eva Novotny
17. August 2014 1:04

Uiiiiii, mein Lieblingsthema 😉

Wie oft schon habe ich mit verschiedensten Personen darüber gesprochen – und werde es noch immer wieder tun, weil es für mich die Essenz des Lebens darstellt, die sich eben NICHT an Entscheidungen treffen oder sie nicht zu treffen, oder etwas zu tun oder zu unterlassen, oder Verantwortung zu “haben” festmachen lässt, noch an Alter oder, wie ich hier in den Kommentaren schon wo gelesen habe, an “auf eigenen Beinen stehen”, “sein eigenes Geld verdienen” etc.
So viele glauben sie wären dadurch ja ‘schon’ erwachsen…. 😉

SONDERN daran, sich gewahr zu sein, daß alles was man sagt oder auch nur denkt, tut oder unterlässt, fühlt oder projiziert seine eigene Verantwortung IST!!! Und sich dessen bewußt zu sein und DANACH zu leben ist wirkliches Erwachsen SEIN.

Nicht Verantwortung zu haben (denn die hat man ja eh, ob man oft will oder nicht 😉 😉 ), sondern sie in jedem Moment bewußt zu übernehmen, sie wahrhaftig zu leben – DAS ist erwachsen sein.
Für mich das treffendste Wort dazu: Selbstreflektion.

Und würden die Menschen in dieser Gesellschaft und auf dieser Welt sich dessen gewahr sein und dies leben, bräuchte es keine Kriege, keine Ausbeutung, keine Opfer.
Ich weiß, da spricht die Weltverbesserin aus mir, aber ich glaube immer noch daran, daß der Mensch in seinem Wesen von Natur aus gut ist, und nur das Erlernen bzw. Übernehmen (und schüren!) der Opferhaltung von Generation zu Generation am Verfall unserer Gesellschaft, unserer Werte wie Liebe (Selbstliebe!), Courage, Selbstannahme etc. Schuld hat – so sehr ich dieses Wort Schuld nicht mag……

Und ich kann aus eigener Erfahrung, durch mein ganz persönliches Erwachsen geworden SEIN sagen, daß sich mit Beobachtung feststellen lässt, daß die Personen die es wahrhaftig sind und leben, in der Regel einen Schickssalsschlag, eine persönliche Krise oder ein schmerzhaftes Scheitern hinter sich haben, und dadurch sozusagen aufgewacht sind und mehr od. weniger automatisch dazu finden.

Jedenfalls ein wachrüttelnder Artikel, den ich nur jedem ans Herz legen kann, und wie immer sehr treffend von Dir verfasst, liebe Michaela!
Und auch sehr viele weise Kommentare konnte ich dazu hier lesen – wunderbar.

Liebe Grüße, Eva

Antworten

    Liebe Eva! Auch an dich danke für deinen weisen Kommentar.

    Das sehe ich genauso, wir Menschen kommen unschuldig und als “tabula rasa” auf die Welt – danach passiert vieles – soziale Programmierung, Imitation von familiären Mustern, Findung eigener Peegroups etc. Das alles sind Erlebnisse auf dem Weg hin zu unserem Erwachsen Sein. Und ja, sobald wir bewusst Verantwortung für unser denken, fühlen und handeln übernehmen sind wir Erwachsen, und das macht uns gleichzeitig tatsächlich FREI 🙂

    Alles Liebe, Michaela

    Antworten

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